HSG Schönbuch – CVJM Walddorfhäslach 29:31 (14:18)
Mit dem Auswärtssieg gegen die HSG Schönbuch im letzten Saisonspiel beendet WaHä eine perfekte Rückrunde und hoch erfolgreiche Saison
Dear friends,
ein letztes Mal wurden am vergangenen Samstag die Handballschuhe geschnürt beim Auswärtsspiel gegen die HSG Schönbuch in Holzgerlingen. Die Meisterschaft müssen wir voraussichtlich Neckartenzlingen überlassen, das Rennen um Platz 2 ist allerdings immer noch offen. Verliert Aidlingen-Ehningen nochmal, könnte es noch klappen. Wir sind optimistisch. Unabhängig davon lesen sich jedoch folgende Statistiken hervorragend beim sonntäglichen Frühstück: Ungeschlagen durch die Rückrunde, 10 Siege in Folge, Jugendquote 100%.
Mal wieder mit Harz, oje! Zum Glück konnten wir in Vorbereitung auf das Spiel die übrig gebliebenen Kaltwachsstreifen aus Neckartenzlingen nutzen, dennoch stellen diese Spiele immer eine besondere Herausforderung dar, seitdem das Harz aus der Ballspielhalle verbannt wurde. Die Intensität war von Beginn an hoch, wollte man auf gar keinen Fall das letzte Saisonspiel verlieren. WaHä zeigte sich offensiv wie defensiv in guter Verfassung und konnte in den jeweiligen Bereichen wieder auf altbekannte Gesichter verlassen. Tom Gaiser und Nils Wiedemann, denen Ambitionen im Instagram-Influencer-Business auf Grund diverser Ischgl-Reels nachgesagt werden, waren wieder mit von der Partie. Der eine attackierte offensiv diverse Lücken, der andere versuchte jene in der Abwehr hingebungsvoll zu stopfen. Wem welche Aufgabe zu Teil wurde, überlassen wir dem findigen Leser. Daneben konnte WaHä sich wieder mal auf Noah Neuscheler verlassen, der unermüdlich in die gegnerische Abwehr preschte. „Rein in die Masse wie ne‘ Reiszahnattacke, wie mein alter Ausbilder immer gesagt hat“, wird der stadtbekannte Schalke-Fan zitiert.
In der zweiten Halbzeit blieb es spannend. Star-Außen und Rückraumspieler Philipp Komenda netzte diverse Male ein, aber auch Kreisläufer Lukas Lachenmann trug sich mehrfach dank hervorragender Zuspiele von Silas Neuscheler ins Scoresheet (dt. Ergebnistabelle) ein. Beide verbindet neben einer ausgeprägten Leidenschaft zum Kochen die Liebe zur Heimat Rübgarten, von wo weiterhin fleißig Talente für den Handball in WaHä akquiriert werden. „Als Rübgartener hätte ich auch nach Neckartenzlingen gehen können, sozial bin ich aber brutal verwurzelt in WaHä und freue mich über die aktuelle Entwicklung der Schönbuch-Metropole, die eventuell in der Ansiedlung eines neuen Vollsortimenters gipfelt“, lässt PK3 über seinen Manager mitteilen.
Handballtechnisch blieb das Spiel eng, da Schönbuch immer wieder zu Toren über Durchbrüche oder Konter kam. Auch gab es zuhauf 7-Meter (insgesamt 9 an der Zahl), die bisweilen effektiv verwandelt wurden. Ein Break schaffte Goalie Clemens Kern-Tilp, der nach Einwechslung sofort einen parierte und auch sonst den ein oder anderen Ball noch rauskratzte. Trotz aufsteigender Form in den letzten Spielen hängt er die Handballschuhe an den Nagel: „Ich hab‘ für diesen Verein geblutet und habe es gern getan. Aber das zunehmende Alter macht die Bänder störrisch und die Muskeln weich. Da dehnt sich die Erholungsphase gut & gerne nach so einem Spiel auf mehrere Tage aus, und da wir äußerst fähige Torwarte mit Simeon Weyl und den Nachwuchsgoalies aus der A-Jugend haben, wird es Zeit ‚Servus‘ zu sagen.“ Schlussendlich konnte der knappe Vorsprung durch eine engagierte Leistung in Angriff und Abwehr verteidigt werden und WaHä den Sieg einfahren. Schon herrlich.
Apropos „Servus“. Wir sagen „Servus“ für diese Saison und bedanken uns für den anhaltenden Support. Ohne die Fans wäre WaHä nicht mal halb so stark. Mit 11 Siegen aus 14 Spielen war es eine tolle erste Saison im BWHV, auf der definitiv aufgebaut werden kann. Bleibt sauber und bis bald.
Es spielten: Tom Gaiser (7), Noah Neuscheler (6), Lukas Lachenmann (5), Philipp Komenda (4), Jakob Dienes (2), Silas Neuscheler (2), Manuel Schaal (2), Daniel Neuscheler (1), Joel Wandel (1), Nils Wiedemann (1), Clemens Kern-Tilp, Jan Lerner, Simeon Weyl
Coach: Edgar Drechsel-Grau, Jonathan Frech, Chrisi Griesinger, Aaron Neuscheler
Sekretär: Ruben Wandel
Mitgereiste Fans: Wieder mal einige – Danke

