CVJM Walddorfhäslach – CVJM Flacht 47:23 (27:14)
Auch Flacht muss sich gegen WaHä geschlagen geben, die alle Heimspiele in dieser Saison gewinnen können
Dear Friends (liebe Freunde),
die Heimspielsaison hat ein Ende gefunden. Am vergangenen Samstag wurden zum letzten Mal die Tore der Ballspielhalle geöffnet, um aktiv Handball zu spielen. Der CVJM Flacht reiste den weiten Weg an, um WaHä ein letztes Mal herauszufordern, sah sich aber einem gut aufgelegten Gegner gegenüber. Coach Edgar Drechsel-Grau, der dafür bekannt ist, das Unerwartete zu tun, konnte mal wieder auf einen prall gefüllten Kader zurückgreifen. Dieses Mal fehlten Chrisi Griesinger (Trainingsrückstand) und Nils Wiedemann (Stauchung im Fußbereich), die sich allerdings beide hervorragend als Co-Coaches auf der Bank einsortierten. Um diejenigen zu ersetzen, bot es sich an, dass die A-Jugend kurz vorher spielte. Jonathan Knauf, Ruben Wandel und Daniel Neuscheler wurden zuerst mit der A-Jugend Meister, um dann noch bei den Aktiven mitzuspielen. Ruben Wandel gibt Einblicke in seinen Alltag: „Ja, eine gewisse Fitness muss man da schon mitbringen, ansonsten gehen die Lichter ganz schnell aus. Glücklicherweise kann ich nach wie vor von meinem 2. Platz beim Bowling zehren, der mir Auftrieb in schweren Zeiten gibt.“
Eine schwere Zeit hatte WaHä in der ersten Halbzeit nicht gerade. Zwar waren wir leicht über dem Gegentorschnitt der Saison, dafür brillierte die Offensive ein ums andere Mal. Köstlich, schmöchtliche 27 Tore konnten wir in den ersten 30 Minuten erzielen, was der vereinsinternen Statistikabteilung zufolge neuer Rekord ist. „Besser geht’s nicht“, wusste Rückraumass Aaron Neuscheler, der sich in seiner Freizeit primär durch das Vermeiden von Rolltreppen und Aufzügen beim Einkaufsbummel fit hält. „Im Prinzip ist es die Stärke unseres Kaders, dass wir keine echten Stärken haben.“ So oder so ähnlich würde wahrscheinlich Christian Griesinger auf die Frage antworten, was das Geheimnis des Teamerfolgs ist. Damit würde er bewusst einen gewissen Interpretationsspielraum für interessierte Leser lassen.
In der zweiten Halbzeit wurde erst mal der Fokus auf Defensivarbeit gelegt. „Na gut, dann fisch ich eben ein paar raus, wenn es heute Abend schon kein Seelachsfilet gibt“, dachte sich Torhüter Jonathan Knauf, der sich hervorragend ins Spiel einbrachte. Offensiv tat sich Rechtsaußen Manuel „The Tower“ Schaal hervor, der durch Flexibilität glänzte, und seine Motivation für den Handball wie folgt beschreibt: „Erst mal unerheblich, ob ich auf Links- oder Rechtsaußen spiele, Hauptsache, der Ball fährt von oben nach unten in einer schönen Flugkurve rein.“ Na gut. Er ließ 6 Kisten folgen und trug damit maßgeblich zum Sieg bei. „Das ist Handball“, fand auch Aushilfscoach Nils Wiedemann, nachdem WaHä eine tolle Kombination im Angriff mit einem Tor veredelte. Zu guter Letzt konnte sich auch noch Daniel Neuscheler in die Torschützenliste eintragen, was viel umjubelt wurde. „Ja, die Stimmung ist momentan prächtig. Vielleicht sauge ich mir heute Abend noch 1-2 Kaltgetränke und eine leckere Pizza rein.“, ließ sich Coach Edgar Drechsel-Grau nach dem Schlusspfiff zitieren. Herrlich.
Weiter geht’s am 26. April zum Topspiel auswärts gegen Köngen. Rankommen!
Es spielten: Clemens Kern-Tilp (Tor), Jonathan Knauf (Tor), Philipp Komenda (9), Max Alter (1), Aaron Neuscheler (9), Ruben Wandel, Tom Gaiser (5), Raphael Jarck (4), Silas Neuscheler (3), Manuel Schaal (6), Jan Lerner (1), Jakob Dienes (5), Lukas Lachenmann (4), Daniel Neuscheler (1)
Coaches und Aushilfscoaches: Edgar Drechsel-Grau Chrisi Griesinger und Nils Wiedemann
Es fehlten: Noah Neuscheler
